Museum

 

Jahresthemen

Das Oderbruch Museum Altranft erarbeitet seine Ausstellungen, Programme und Kooperationsprojekte in Jahresthemen.

2020 wird sich das Thema Menschen im Oderbruch in einer Vielzahl von Veranstaltungen und Kooperationsprojekten erleben lassen.

Jahresthema 2020
Menschen im Oderbruch

Das Oderbruch Museum Altranft arbeitet als Werkstatt für ländliche Kultur mit wechselnden Jahresthemen, die einen klaren inhaltlichen Bezug zum Oderbruch aufweisen. Dabei befragt ein Rechercheteam des Museums Menschen in der Region zu ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und ihren Sichtweisen zum jeweiligen Themenfeld. Aus diesen Befragungen werden die Ausstellungen und Veranstaltungen des Jahresprogramms entwickelt. Das Jahresthema für 2020 sind die "Menschen des Oderbruchs". Menschen machen Landschaft! Diese Aussage leitet uns in der Arbeit am Oderbruch Museum, sie trifft auf das Jahresthema 2020 in besonderer Weise zu: Wir wollen Personen und ihr Engagement für den Zusammenhalt der ländlichen Gesellschaft in den Mittelpunkt rücken und nach den Strukturen gelingenden ländlichen Lebens fragen.

Die Menschen im Oderbruch und die von ihnen getragenen Formen ländlicher Gesellschaft, müssen vor allem eines leisten: Den - im Vergleich zu den großen Städten und Metropolen - relativen Mangel an Versorgung mit Kultur, Mobilität, sozialer Infrastruktur, Sicherheit und Versorgung gemeinsam ausgleichen. Deshalb gibt es Heimat-, Dorf- und Sportvereine, freiwillige Feuerwehren, Gemeindevertreter und Ortsvorsteher, Chöre, Bands, diverse Fördervereine, kulturelle und soziale Initiativen etc. und entsprechend viele Rollen, die Menschen neben ihrer Berufstätigkeit in der Landschaft spielen. Salopp gesprochen: Man muss ran, sich etwas einfallen lassen und sich einbringen, um die eigenen Ansprüche an ein gemeinsames gutes Leben zu verwirklichen; wenn etwas nicht selbst getan wird, macht es keiner. Oft finden sich engagierte Menschen daher gleich in mehreren Rollen. Diesen Menschen wollen wir Respekt und Anerkennung zollen, in dem ihr Engagement, ihre Motive, das, was sie ihrer ländlichen Gesellschaft gegeben und für sie erreicht haben, aber auch, wo sie Grenzen erfahren haben oder scheiterten, in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken. Und selbstverständlich interessiert uns die Frage, wie diese Menschen die Zukunft der ländlichen Gesellschaft im Oderbruch einschätzen.

Einladung zur Kooperation

Im Rahmen seines Kooperationsfonds lädt das Oderbruch Museum Altranft Vereine, Künstler und örtliche Initiativen aus dem ganzen Oderbruch ein, sich ebenfalls mit dem Jahresthema Menschen im Oderbruch auseinanderzusetzen. Kooperationen zwischen verschiedenen Akteuren der Region sind ausdrücklich erwünscht. Im Umfang von isgesamt 30.000 Euro können Projekte wie Ausstellungen. Filmaufführungen, Konzerte, Texte in kleineren Publikationen etc., aber auch Fachveranstaltungen und Gesprächsrunden zum Thema gefördert werden. In jedem Falle ist eine öffentliche Präsentation der Projektergebnisse vorzusehen.
Seitens des Museums können diese Vorhaben inhaltlich begleitet bzw. mit fachlicher Hilfe Unterstützung erhalten. Zur Stärkung der jeweiligen Kulturakteure und Kooperationspartner wird auf eine eigene Dokumentation der Projekte Wert gelegt.

Wie wird das Thema Menschen im Oderbruch definiert? Welche Fragestellungen können verfolgt werden?

Die Menschen im Oderbruch und die von ihnen getragenen Formen ländlicher Gesellschaft, müssen vor allem eines leisten: Den - im Vergleich zu den großen Städten und Metropolen - relativen Mangel an Versorgung mit Kultur, Mobilität, sozialer Infrastruktur, Sicherheit und Versorgung gemeinsam ausgleichen. Deshalb gibt es Heimat-, Dorf- und Sportvereine, freiwillige Feuerwehren, Gemeindevertreter und Ortsvorsteher, Chöre, Bands, diverse Fördervereine, kulturelle und soziale Initiativen etc. und entsprechend viele Rollen, die Menschen neben ihrer Berufstätigkeit in der Landschaft spielen. Salopp gesprochen: Man muss ran, sich etwas einfallen lassen und sich einbringen, um die eigenen Ansprüche an ein gemeinsames gutes Leben zu verwirklichen; wenn etwas nicht selbst getan wird, macht es keiner. Oft finden sich engagierte Menschen daher gleich in mehreren Rollen. Diesen Menschen wollen wir Respekt und Anerkennung zollen, in dem ihr Engagement, ihre Motive, das, was sie ihrer ländlichen Gesellschaft gegeben und für sie erreicht haben, aber auch, wo sie Grenzen erfahren haben oder scheiterten, in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken. Und selbstverständlich interessiert uns die Frage, wie diese Menschen die Zukunft der ländlichen Gesellschaft im Oderbruch einschätzen.

Wir würden gern Projektvorschläge fördern, die danach fragen:

  • Was die ländliche Gesellschaft ausmacht, von der städtischen Gesellschaft unterscheidet,
  • Was eine gute Gemeindevertretung, was gute Gemeindevertreter auszeichnet,
  • Was es heißt, in der FFW zu arbeiten, ein Dorfgemeinschaftshaus zu leiten, ein Kino zu betreiben, im Gemeindekirchenrat mitzuwirken, im THW aktiv zu sein, ein Dorffest zu organisieren, einen Sportverein am Laufen und interessant zu halten ,
  • Welche Personen das Zusammenleben in den Dörfern, Gemeinden oder gar im ganzen Oderbruch auf welche Weise besonders prägen bzw. geprägt haben,
  • Welche Orte für ein gelingendes gemeinsames ländliches Leben wichtig sind und wie sie sich verändert haben, wo sich also das öffentliche Leben in den Dörfern abspielt,
  • Wie gesellschaftliches Engagement das persönliche Leben bereichert, wo die Grenzen persönlichen Engagements liegen,
  • Wie man über kontroverse Themen streitet, Debatten austrägt, gemeinsame Lösungen findet

Die Aufzählung ließe sich fortführen. Wichtig ist uns, dass die Projekte möglichst tiefe Einsichten vermitteln, wie sich gelingendes ländliches Leben organisiert, entfaltet und sichtbar wird in welcher Form auch immer sie das tun möchten.

Zur Antragstellung

Alle Antragsteller werden gebeten, ihre Projektvorschläge schriftlich einzureichen. Dafür steht ein einfaches Projektblatt für Kooperationsprojekte zur Verfügung, dass wir Ihnen gern zusenden - gemeinsam mit den Fördergrundsätzen des Oderbruch Museums, die zu berücksichtigen sind. Schreiben Sie einfach eine Mail an die untenstehende Adresse oder rufen Sie an.

Die einzelnen Projekte sollten einen Umfang von max. 5000 Euro nicht überschreiten, Abweichungen müssen mit der Leitung des Programmbüros des Oderbruch Museums erörtert werden.

Nach Sichtung der Anträge erfolgen im September mündliche Nachbesprechungen. Mit dem Vorstand des Museumsvereins trifft das Programmbüro eine Vorauswahl, die schließlich dem Programmbeirat zu seiner Sitzung am 12. November 2019 vorgelegt wird. Somit erhalten alle Antragsteller noch im Jahr 2019 darüber Auskunft, ob sie mit einer Kooperation rechnen können.

Projektvorschläge samt Finanzierungsplan können bis 13.  September 2019 per Post oder Mail eingereicht werden an:

Oderbruch Museum Altranft - Werkstatt für ländliche Kultur
Programmbüro
Lars Fischer
Schneiderstraße 18
16259 Bad Freienwalde OT Altranft
l.fischer@oderbruchmuseum.de

<<< Bewerbungsblatt für Kooperationsprojekte 2020

<<< Ausschreibungstext 2020

<<< Fördergrundsätze zur Projektförderung des Museumsvereins Altranft

 

Jahresthema 2019
Baukultur im Oderbruch

Das ländliche Bauen ist längst ein wichtiger Gegenstand der Denkmalpflege. Aus Sicht des Museums sollte vor allem der aktuelle Umgang mit der historischen Bausubstanz thematisiert werden. Wie lebt es sich heute in alten Bauernhöfen oder Loose Gehöften, die einst für gänzliche andere Nutzungen und Lebensformen gebaut worden sind? Was erzählen uns alte Kirchen oder Verwaltungsgebäude und inwiefern lässt sich diese Erzählung heute produktiv machen? Welche Handwerker stellen sich der Erhaltung der historischen Bausubstanz und welche Erfahrungen machen sie dabei, in Bezug auf ihre Kunden und auf die heute angewandten Technologien? Diese und viele andere Fragen schließen an der Beziehung zwischen Mensch und Bauwerk an, welche im Mittelpunkt des Themenjahres stehen soll.

 

Jahresthema 2018
Landwirtschaft und Oderbruch

Das Oderbruch ist eine Agrarlandschaft. Seine Auenlehmböden sind fruchtbar, aber schwer zu bearbeiten. Die landwirtschaftliche Existenz im Oderbruch ist immer auch ein Kampf mit dem Wasser. Die Kolonisten im Bruch waren überwiegend freie Bauern – und viele sind es noch heute. Lange vermarkteten sie ihre Produkte in den Ballungsraum Berlin, inzwischen leben die meisten vom Marktfruchtbau, aber viele Betriebe suchen nach neuen Wege.
Kaum ein Thema ist derzeit so umstritten wie die moderne Landwirtschaft. Als Werkstatt für ländliche Kultur leisten wir zu dieser gesellschaftlichen Auseinandersetzung einen Beitrag, indem wir die Erfahrungen von Landwirten in 25 Befragungen aufgreifen und sie in kulturell-künstlerischen Formaten sichtbar machen. Vier Ausstellungen, ein Theaterstück, zwei Filmabende, ein kleines Musikfestival, ein Werkstattbuch und verschiedene Bildungsprojekten sind dieser Aufgabe gewidmet. Wir wünschen unseren Besuchern gute Unterhaltung, interessante Einsichten und anregende Gespräche.

 

Jahresthema 2017
Wasser und Oderbruch

Die 1717 vom preußischen König Friedrich Wilhelm I.  erlassene "Teich- und Uferordnung für die Lebusische Niederung an der Oder" markiert den Beginn des Deichverbandswesens im Oderbruch. Demnach kann der Gewässer- und Deichverband Oderbruch GEDO auf eine 300-jährige Geschichte zurückblicken, in der sich Menschen engagiert haben, um ihren Siedlungsraum täglich zu sichern, den Wasserhaushalt zu steuern und Hochwasserereignisse zu bewältige.
Mit den Hochwassern der Jahre 1947 und 1997 werden 2017 zudem zwei existenzielle Erfahrungen markiert: die erlittene und die gemeinsam abgewendete Katastrophe.
300 Jahre, 70 Jahre, 20 Jahre - aus Anlass dieser drei historischen Jubiläen gestaltete das Museum Altranft mit vielen Partnern das Themenjahr 2017. Im Zentrum stand die Ausstellung zum Jahresthema „Das Bruch und sein Wasser“. Flankiert wurde sie von einer Theaterproduktion, vielen Kooperationsprojekten im Oderbruch, von Aktivitäten in der kulturellen Bildung und von einer begleitenden Jahrespublikation.

 

Jahresthema 2016
Handwerk im Oderbruch

Auch in Zeiten fortschreitender Industrialisierung bildet das Handwerk neben der Landwirtschaft eine wichtige ökonomische Säule des ländlichen Raums. Weil es die menschliche Hand braucht, ist es immer umkämpft und im Wandel befindlich. Auf welchen Traditionen fußt unser heutiges Handwerk? Und wie sehen die Handwerker der Region ihre eigene Zukunft?
Im Mittelpunkt unseres Jahresthemas stand das Kulturland-Projekt »Ein Handwerkerhaus für Altranft«, bei dem gemeinsam mit Handwerkern aus Altranft ein Ausstellungsträger im Gutspark gebaut wurde, der schließlich Fotografien von Ingar Krauss und Zitate aus Befragungen von Handwerkern der Region zeigte. Die Ausstellung sind inzwischen im Schmiedegehöft des Museums zu sehen. Außerdem wurden verschiedene Bildungsprojekte, Kooperationen, ein Werkstattbuch sowie ein Theaterstück realisiert.

 

 

 

 

Talk Walk durch Altranft

Unser TALK WALK ist für alle Besucherinnen und Besucher des Museums vom Leipziger Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar erarbeitet worden, die sich individuell auf den Weg machen und das Dorf Altranft etwas genauer kennenlernen möchten. An 20 Stationen kann – via Smartphone oder MP3-Player – Gesprächen mit Menschen aus Altranft und Umgebung über diese Orte gelauscht werden. Der TALK WALK Altranft ist auch in der App guidemate zu finden.

 

Hier können Sie den TALK WALK Altranft
als ZIP-Datei (ca. 56 MB) herunterladen

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© oderbruch museum altranft

Die Transformation des „Oderbruch Museums Altranft – Werkstatt für ländliche Kultur"
wird gefördert in „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, einer Initiative der Kulturstiftung
des Bundes, und durch den Landkreis Märkisch-Oderland.
Mit Unterstützung der Stadt Bad Freienwalde (Oder).

TRAFO - Modelle für Kultur im Wandel - Kulturstiftung des Bundes 

 

 

Das Oderbruch Museum Altranft
Werkstatt für ländliche Kultur
ist Preisträger des Berlin Brandenburg Preises 2018

< Dokumentation und weitere Informationen

 

 

Berlin Brandenburg Preises 2018